13.02. Düsseldorf - Eintracht
19.02. Eintracht - FSV Frankfurt
26.02. Paderborn - Eintracht

Auswärts Bielefeld 08.03.09


Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt 0:0



Zuschauer: 21500



zu Besuch bei Arminia „Schrebergarten“ Bielefeld


Schon vor einer ganzen Weile hatten wir uns vorgenommen, diese Saison mal nach Bielefeld zu fahren. So war es also am 08. April endlich soweit, dass unsere Eintracht bei der Arminia aus Bielefeld gastierte. Doch was heißt eigentlich "endlich"? Wer die Geschehnisse um die Frankfurter Fanszene nur ein klein wenig im Auge hat, wußte sicherlich, dass diese vor dem Spiel (und leider auch immer noch) schwere Zeiten durchmacht. So wurden nach den Vorfällen in Karlsruhe von der Eintracht Frankfurt Fußball AG einige unpopuläre Maßnahmen getroffen, welche sich nachhaltig auf den Auswärtssupport auswirken. Als Resultat dieser Sanktionen war sogar von einem Fanboykott in den Tagen vor dem Schalke- und auch vor dem Bielefeldspiel zu hören. Dieser wurde allerdings größtenteils „nur“ von einer Fangruppe getragen (*persönliche_meinung_an* für mich durchaus nachvollziehbar*persönliche_meinung_aus*). So berieten wir uns im Vorfeld des Spieles intensiv ob wir trotzt der Umstände den Weg nach Bielefeld antreten sollen. Nach einigen Nachdenken sagten wir uns, dass die Situation zwar sehr unschön ist, wir aber trotzdem die Mannschaft unterstützen wollen.

Also machten wir uns an besagten Sonntag in die Spur. Unser Gefährt, welches uns nach Ostwestfalen bringen sollte, erreichte uns in Dresden gegen zehn. Kurz den Winni, Webster und den Clemens begrüßt, stiegen Sandy und ich zu. Auf der Fahrt werteten wir erneut die Situation aus, gaben unsere Tips ab, welche alle auf einen Auswärts-Dreier lauteten und brachten uns, trotzt einiger Skepsis, in die richtige Stimmung.

In Bielefeld angekommen, hatten wir erst einmal sehr viel Glück und fanden doch tatsächlich einen Parkplatz in Sichtweite zum Stadion. Doch der Blick der sich uns dann bot verwunderte uns doch mehr oder weniger. Ein Stadion, was mitten in ´nem Wohngebiet steht, umgeben von ´ner Schrebergartensiedlung ist und von der Bauart eher einer Konservendose ähnelt. Naja egal, also rein in das Ding, mal schnell das Handy zeigen, ob´s auch wirklich an is und die Lage sondiert. Hmm, nur alkoholfreies Bier, na dann eben gar keins, müssen ja morgen eh alle wieder arbeiten. Noch ne Wurst für das anstrengende erklimmen der Treppe zum Eingang des Blockes. Oben angekommen sah die Spielstätte doch gar ne mehr so schlecht aus, wenn man mal vom Container-look des Gästebereiches absieht. Sicht halbwegs ok, soll ja vor nicht allzu langer Zeit noch anders gewesen sein.

Nachdem wir uns dann endlich auf nen Platz einigen konnten, stieg langsam aber sicher die Spannung. Anfänglich dachten wir noch wirklich, dass der Block nicht annähernd voll wird und doch mehr Fans daheim geblieben sind, als erwartet. Die Zeit bis zum Anpfiff wurde von Seiten der Arminen mit ´nem für uns als Eintrachtfans doch recht interessanten Interview mit dem „weißen Brasilianer“, der sein Abschiedsspiel anpries, verkürzt. Was auch den Vorteil hatte, dass die meines Erachtens extrem laute Beschallung mal unterbrochen wurde. Diese Pausen wurden auch gleich zum Einstieg in den Support genutzt. Während dieser Zeit füllte sich der Steher zunehmend und pünktlich zum Anpfiff war er doch sehr ordentlich gefüllt, so gar einige Fahnen wurden gesichtet und von dem erwarteten Ausbleiben der Fans war eigentlich nix zu erkennen. Gleichzeitig mit dem Anpfiff erklangen die ersten Fangesänge, welche aus bekannten Gründen diesmal aus den unterschiedlichsten Ecken des Blocks angestimmt wurden und auch recht gemischt waren. So gab es die verschiedenen Varianten des Anfeuerns der Mannschaft, die obligatorischen „Pöbelgesänge“ gegen den Gastgeber aber auch den lautstarken Hinweis auf die Situation der Eintrachtfans, welche noch durch zwei Transpis unterstützt wurden.

Wenn man sich nun, aber nur so lange wie wirklich notwendig, dem Spiel widmet, kann man sagen , dass wir mit dem einem Punk doch zufrieden sein müssen. Es bot sich uns ein Spiel, welches ab und an schon mal Schmerzen beim Zuschauen verursachte. Fehlpässe, Passivität und mangelnde Chancen auf beiden Seiten. Also unterm Strich eine Partie, welche nur schwer an Bundesliga erinnerte. Wie gesagt, nach 90 Minuten hatten wir es überstanden, ärgerten uns über die zwei vergebenen Möglichkeiten unseres einzigsten Stürmers, den Herrn Kweuke und dankten unseren Urgestein Oka für das Sichern des Punktes mit einer überzeugenden Leistung.

Nachdem Spiel wurden noch kurz unsere Spieler verabschiedet und dann ging es auch schon ab zum Auto um die Heimreise anzutreten. Diese nutzte der Clemens ausgiebig um vorzuschlafen, da er schon halb fünf am nächsten Tag aufstehen mußte. Die anderen Insassen des Autos werteten den Tag aus und kamen zu dem Schluss, dass es trotz des Spieles eigentlich eine recht angenehme Fahrt war. Sehr gemütlich, in wirklich allen Belangen und wenn es der Arminia gelingen sollte die Klasse zu halten, könnte man sich vorstellen in der Nächsten Saison doch noch mal zu schauen, ob die Schrebergärten auch alle ordentlich gepflegt und ob da doch irgendwo drei Auswärtspunkte gepflanzt sind.


by sUpAmOjO